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Marktsituation

Heizöl ist heutzutage ein Börsengeschäft, das sehr vielen Einflussfaktoren ausgesetzt ist. Mit unserer Marktsituation sind Sie stets gut informiert und wissen, was aktuell Einfluss auf die Heizölpreise nimmt.

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09. Juli 2020, 08:05 Uhr

Die US-Ölbestandsdaten des DOE (Energieministerium der Vereinigten Staaten) konnten den Preisen gestern keine neue Richtung geben. Die landesweiten Rohölbestände kletterten zwar deutlich, doch das lag vor allem an Veränderungen bei Importen und Exporten. Bullish (steigend) war die Zunahme der Nachfrage, die sowohl bei Benzin als auch insgesamt anstieg.

Der US-Benzinverbrauch ist nun wieder auf dem Niveau vor den umfangreichen Pandemie-Lockdowns im März. Mit 8,8 Mio. B/T wurde so viel Benzin benötigt, wie zuletzt Mitte März. Doch auf Normalniveau ist die Nachfrage damit noch nicht. Zum gleichen Zeitraum letztes Jahr lag die Benzinnachfrage bei rund 9,9 Mio. B/T und auch der 4-Wochendurchschnitt bei der Benzinnachfrage liegt mit 8,5 Mio. B/T noch immer deutlich unter dem Niveau von Anfang Juli 2019 (9,5 Mio. B/T).

Auch die Raffinerieverarbeitung erholt sich zwar deutlich, bleibt mit 77% Auslastung aber noch immer weit unter den saisonal üblichen Werten. Zur aktuellen Hochsaison sollten die Raffinerien nahe an ihre maximale Auslastung kommen. Das Problem der Raffinerien ist insbesondere die Zusammensetzung der Erzeugnisse, denn die Nachfrage nach Destillaten und Kerosin und anderen Treibstoffen bleibt noch immer zum Teil extrem gering. Die zu beobachtenden Verbesserungen bezeichnet Analyst Robert Yawger, von Mizuho Securities, als “Babyschritte”.

Auch wenn die gute Konjunktur und die höhere Benzinnachfrage sicherlich stützt, bleiben die Sorgen, dass die höhere Infektionsrate in den USA die positive Entwicklung ausbremsen kann. Die Wahrscheinlichkeit nimmt immer mehr zu, dass neue Lockdowns einschneidender und grossflächiger kommen. Und die Angst vor diesen Massnahmen ist der stärkste Gegenpol zu bullishen Meldungen.

Der Markt kämpfe gerade mit den gegensätzlichen Einflussfaktoren und habe es schwer sich weiter nach oben zu entwickeln, so Analyst Lachlan Shaw, von der National Australia Bank. Es gebe unterschiedliche Hinweise zur Entwicklung der Nachfrage, so verweist er auf die positive Wirtschaftsentwicklung bei einer gleichzeitig weiteren Ausbreitung des Coronavirus. Auch bei der Axicorp sehen die Analysten die Ölpreise auf Grund dieser gegenläufigen Entwicklungen weiter in einer engen Handelsspanne.

Experte Harry Tchilinguirian, von der BNP Paribas meint, dass der Markt eine “natürliche Pause” eingelegt hat. Man wartet auf Zeichen, ob die Ölnachfrage weiter anzieht oder durch die steigenden Neuinfektionen des Coronavirus einen Rückschlag hinnehmen muss.

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