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Marktsituation

Heizöl ist heutzutage ein Börsengeschäft, das sehr vielen Einflussfaktoren ausgesetzt ist. Mit unserer Marktsituation sind Sie stets gut informiert und wissen, was aktuell Einfluss auf die Heizölpreise nimmt.

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30. November 2020, 08:15 Uhr

Die Corona-Pandemie, mit all ihren Nebenwirkungen und Nebenkriegsschauplätzen, hat die globalen Ölmärkte weiterhin fest im Griff. Mit den Lockdowns zum Winter wird die Ölnachfrage sicherlich nach unten gegangen sein, die Frage ist allerdings noch immer, um wie viel genau. Die Massnahmen waren bisher lange nicht so drastisch wie im Frühjahr, im Vergleich zu den Monaten Juli bis Oktober wurden sie allerdings spürbar angezogen.

Die Förderung in Libyens ist mittlerweile auf rund 1,25 Mio. B/T gestiegen und stellt die OPEC+ Gruppe vor eine Herausforderung. Das Land hatte noch im September nur rund 0,1 Mio. B/T an Rohöl gefördert, sodass mit diesem Anstieg eigentlich niemand gerechnet hatte. Da das Land von den Quoten ausgenommen ist, stellt sich nun die Frage, wie man mit diesem Umstand umgehen wird. Typischer Weise sinkt der globale Ölbedarf im Wechsel vom vierten zum ersten Quartal, wobei Januar und insbesondere Februar die schwächsten Monate sind.

In den vergangenen 10 Jahren (ohne 2020) sank der saisonale Ölbedarf im Jahreswechsel durchschnittlich um -0,39 Mio. B/T. Wie es allerdings in diesem Winter aussieht ist für alle Marktteilnehmer schwer abzusehen, hängt doch viel von allfälligen Lockdowns in dieser Zeit ab. Konkrete Pläne für Einschränkungen nach dem Jahreswechsel gibt es von den Regierungen dieser Welt bisher aber noch nicht. Die Grundkonstellation gibt allerdings vor, dass eine Rückführung der Produktionskürzungen durch die OPEC+ den Markt in eine Überversorgung treiben würde.

Verlängert die OPEC+ (Organisation erdölexportierender Länder +) ihre Kürzungen nicht, dann sieht man bei der ANZ Bank einen Angebotsüberschuss von 1,5 bis 3,0 Mio. B/T in der ersten Jahreshälfte 2021 auf den Markt zukommen. Entsprechend würden die Ölpreise wohl eine scharfe Abwärtskorrektur verzeichnen, sollte nicht mindestens eine Verlängerung der aktuell gültigen Produktionskürzungen kommen.

In dieser Marktkonstellation würde die OPEC+ selbst sicherlich keine Produktionssteigerung beschliessen, doch das wäre letztlich das Ergebnis, sollte man sich beim Meeting heute und morgen nicht einigen. Der OPEC+ Plan sieht eine Lockerung der Kürzungen um 1,9 Mio. B/T vor, und dieser würde greifen, sollte man nicht Einstimmig eine Abweichung vom bisherigen Plan verabschieden können. Preislich würde sich nach oben vermutlich nicht viel tun, sollte es zur Verschiebung der Lockerung kommen, so Analyst Bjornar Tonhaugen von Rystad Energy. Das sei schliesslich das Ergebnis, welches der Markt erwarte.

„Wie üblich wird alles auf die Treffen hinter verschlossenen Türen am Montag und Dienstag ankommen. Wir gehen davon aus, dass der saudische Energieminister Abdulaziz Bin Salman führend sein wird, wenn es um die Wahrung des Zusammenhalts der Gruppe geht, um letztendlich die erwartete Verschiebung, für die im nächsten Jahr fällige Reduzierung der Produktionskürzungen, zu erreichen“, beschreibt Analyst Harry Tchilinguirian von BNP Paribas die Lage.

Der Handel kann in den kommenden beiden Tagen somit sehr volatil (sprunghaft) werden, zumal die Trader aus ihrem langen Thanksgiving-Wochenende zurückkehren.

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