Home>Heizen>Marktsituation

Marktsituation

Heizöl ist heutzutage ein Börsengeschäft, das sehr vielen Einflussfaktoren ausgesetzt ist. Mit unserer Marktsituation sind Sie stets gut informiert und wissen, was aktuell Einfluss auf die Heizölpreise nimmt.

Marktsituation

Rufen Sie uns an. Wir stehen Ihnen sehr gerne für eine Beratung zur Verfügung.

041 874 20 10

29. Oktober 2020, 08:40 Uhr

Die offiziellen Ölbestandsdaten des DOE (Energieministerium der USA) konnten den Ölbörsen am Mittwoch keinen Auftrieb geben, obwohl die Gesamtnachfrage nach Produkten in der vergangenen Woche mit +1,5 Mio. B/T deutlich zugelegt hatte. Mit 19,6 Mio. B/T lag sie jedoch immer noch 2 Mio. B/T unter dem Niveau der entsprechenden Vorjahreswoche, während die Rohölproduktion in der Woche zum 23. Oktober erstmals seit Juli wieder über die Marke von 11,0 Mio. B/T kletterte.

Die Sorgen hinsichtlich eines Überangebots werden dadurch nicht beschwichtigt, zumal mit dem schnellen Weiterziehen von Hurrikan Zeta nun auch die kurzfristigen Produktionsausfälle im Golf von Mexiko bald wieder aufgeholt sein dürften. Potenzielle Schäden an den Raffinerien in der Region könnten nun eine bearishe (sinkende) Wirkung haben, da sie die Nachfrage nach Rohöl beeinträchtigen würden.

Weltweit wird der Ausblick für die Ölnachfrage aktuell durch weitere Massnahmen zur Eindämmung der zweiten Covid-19-Welle getrübt. So wurden in Deutschland am gestrigen Mittwoch für November bundesweite restriktive Maßnahmen angekündigt und auch Frankreichs Präsident wird heute wohl einen landesweiten Lockdown ankündigen, der noch in dieser Woche beginnen soll. Derweil muss in den USA immer noch eine Einigung über weitere Corona-Hilfen gefunden werden, mit denen die Wirtschaft weiter angekurbelt werden könnte. Vor den Wahlen am kommenden Dienstag ist hiermit jedoch nicht mehr zu rechnen.

Laut dem Vorstandsvorsitzenden der BP (britisches Mineralölunternehmen), Bernard Looney, könnte die zweite Pandemiewelle die weltweite Ölnachfrage im zweiten Halbjahr 2020 „vielleicht ein bisschen stärker“ beeinträchtigen als man gedacht habe. Damit und mit der Erholung der libyschen Ölproduktion wächst der Druck auf die OPEC+ (Organisation erdölexportierender Länder) Produzenten, die gemeinschaftlichen Produktionskürzungen im aktuellen Umfang doch noch über Dezember hinaus fortzusetzen. Eine solche Entscheidung könnte die Ölbörsen zumindest leicht stützen, kann jedoch erst Ende November/Anfang Dezember bei der nächsten Versammlung der Produzenten getroffen werden.

Im heutigen Tagesverlauf werden die Händler ein Auge auf die vorläufigen Daten zum Wirtschaftswachstum der USA im dritten Quartal haben, die man wiederum dazu nutzen wird, um die Entwicklung der Nachfrage abzuschätzen.

Für eine telefonische Beratung stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

041 874 20 10

Zum Kontakt