Neue Angriffe, neue Hoffnung – wohin drehen die Ölpreise?
Nach zwei Tagen mit steigenden Preisen zeigt sich der Ölmarkt zum Wochenschluss wieder etwas schwächer. Die Hoffnung auf eine mögliche Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran sorgt für Entspannung, gleichzeitig bringen neue Angriffe der Huthi in Saudi-Arabien wieder Unsicherheit in den Markt. Besonders die Attacken rund um den wichtigen Rotmeerhafen Yanbu zeigen, wie schnell sich die Lage erneut verschärfen kann.
Der Konflikt am Persischen Golf dauert mittlerweile fast sieben Monate und sorgt weiterhin für starke Preisschwankungen. Positiv ist, dass sich die Lieferströme durch die Strasse von Hormus trotz der angespannten Lage etwas stabilisiert haben. Gleichzeitig bleibt das Rote Meer ein Risikofaktor für die weltweite Energieversorgung.
Besonders angespannt bleibt die Situation bei den Ölprodukten. Diesel ist weltweit knapp und teuer, während auch Rohöl weiterhin auf einem hohen Preisniveau notiert. Brent liegt seit Jahresbeginn deutlich im Plus und erhöht damit den Preisdruck entlang der gesamten Lieferkette.
Für die weitere Preisentwicklung dürfte vor allem entscheidend sein, ob aus den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran tatsächlich ein belastbares und längerfristiges Abkommen entsteht. Eine nachhaltige Entspannung könnte die Ölpreise spürbar unter Druck bringen.
Neue Angriffe oder Störungen wichtiger Export- und Transportwege könnten dagegen jederzeit wieder für kräftige Preissprünge sorgen.
Von einer nachhaltigen Entspannung kann jedoch noch keine Rede sein – dafür bleibt die geopolitische Lage zu unsicher und der Markt zu volatil.
Börsendaten 25.09.2026 um 08:42 Uhr
ICE-Gasoil OKT: 1437.00$
ICE-Brent NOV: 105.61$
NY-Rohöl WTI NOV: 93.00$
US-Dollar/CHF: 0.8290
Rheinfracht nach Basel: 260.00