Die anhaltende Blockade der Strasse von Hormus bleibt der zentrale Preistreiber am Ölmarkt. Trotz zwischenzeitlich lückenhafter Passage hält die Unsicherheit die Notierungen auf erhöhtem Niveau. Während Rohöl zuletzt zulegen konnte, gerieten Mitteldestillate wie Gasoil im Tagesverlauf unter Druck, begünstigt durch Chinas geplante Wiederaufnahmen von Treibstoffexporten.
Zusätzliche Volatilität brachte der überraschende Austritt der OPEC durch die Vereinigten Arabischen Emirate. Kurzfristig blieb der Preiseffekt begrenzt, mittel – und langfristig könnte dies jedoch das Angebot erhöhen.
Geopolitisch bleibt die Lage angespannt: Die USA lehnen weiterhin Verhandlungen mit dem Iran ab, während sich dessen Ölexporte durch begrenzte Lagerkapazitäten zunehmend unter Druck befindet. Eine nachhaltige Entspannung ist nicht in Sicht.