Ölmarkt unter Spannung: Hormus-Blockade treibt Preise weiter
Die Ölpreise bleiben klar im Aufwärtstrend. Hauptgrund ist der anhaltende krieg im Iran und die weiterhin blockierte Strasse von Hormus, eine der wichtigsten Öltransportrouten der Welt. Täglich passieren normalerweise über 20 Mio. Barrel Rohöl und Produkte die Meerenge.
ICE Gasoil (März) schloss bei 997 Dollar und bleibt damit auf dem höchsten Niveau seit 2022. Trotz leichter Rücksetzer im Tagesverlauf dominiert erneuet Kaufdruck.
China verschärft Lage am Produktmarkt
Als Reaktion auf die Lieferausfälle stoppt China vorübergehend seine Exporte von Diesel und Benzin. Betroffen sind unter anderem Staatskonzerne wie PetroChina, Sinopec und CNOOC. Die Massnahmen verschärft die ohnehin angespannte Versorgungslage am globalen Produktmarkt zusätzlich.
Angebot unter Druck
- Irak drosselt Förderung um rund 1,5 Mio. Barrel pro Tag
- Katar setzt LNG-Produktion aus
- Rund 329 Tanker sitzen im Golf fest
- Iran greift weiterhin Schiffe in der Region an
Lagerdaten verpuffen im Krisenmodus
Normalerweise würden steigende US-Rohölbestände (API/DOE) spürbaren Preisdruck auslösen. Doch aktuell interessiert das kaum jemanden. Der Markt befindet sich im reinen Krisenmodus: Geopolotisch schlägt Statistik.
Solange die Strasse von Hormus blockiert bleibt und die Angst vor massiven Lieferausfällen dominiert, treten klassische Angebots- und Nachfragedaten in den Hintergrund. Der Risikoaufschlag bestimmt das Geschehen nicht die wöchentlichen Bestandszahlen.
Börsendaten 05.03.2026 um 08:59
ICE-Gasoil MÄRZ: 1101.75$
ICE-Brent MAI: 83.83$
NY-Rohöl WTI APRIL: 77.18$
US-Dollar/CHF: 0.7802
Rheinfracht nach Basel: 22.00