Die Ölpreise sind zu Wochenbeginn deutlich unter Druck geraten. Auslöser ist die überraschende Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein vorläufiges Abkommen zur Beendigung des Konflikts. Die geplante Unterzeichnung einer Absichtserklärung in der Schweiz sowie die angekündigte Wiederöffnung der Strasse von Hormus haben die geopolitischen Risiken am Ölmarkt spürbar reduziert.
Nachdem die Märkte in den vergangenen Wochen erhebliche Risikoaufschläge aufgrund möglicher Versorgungsunterbrechungen eingepreist hatten, werden diese nun wieder abgebaut. Brent- und WTI-Rohöl notieren auf dem niedrigsten Niveau seit mehreren Monaten. Auch der ICE Gasoil-Kontrakt verzeichnete am Freitag einen deutlichen Rückgang.
Trotz der positiven Nachrichten bleiben einige Unsicherheiten bestehen. Die vollständige Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormus wird noch Zeit benötigen, da zunächst Minen geräumt und logistische Herausforderungen bewältigt werden müssen. Zudem sind die konkreten Inhalte des Abkommens bislang nicht veröffentlicht worden.
Dennoch bewertet der Markt die Entwicklung klar preisdrückend. Sollte sich der Exportstau im Persischen Golf in den kommenden Wochen weiter auflösen und die Ölförderung schrittweise ansteigen, könnte zusätzlicher Preisdruck entstehen.
Mit dem Abbau der geopolitischen Risiken geben die internationalen Rohöl- und Gasoil-Notierungen spürbar nach. Dies schafft ein günstiges Marktumfeld für Verbraucher und Unternehmen.
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Börsendaten 15.06.2026 um 08:51
ICE-Gasoil JUL: 932.00$
ICE-Brent AUG: 83.58$
NY-Rohöl WTI JUL: 80.69$
US-Dollar/CHF: 0.7939
Rheinfracht nach Basel: 40.00$