Marktlage im Überblick
Die Ölpreise setzen ihren steilen Aufwärtstrend fort. Brent-Rohöl notierte am frühen Montagmorgen knapp unter 120 US-Dollar pro Barrel, WTI nähert sich diesem Niveau.
Die Märkte reagieren nervös auf die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten und die eingeschränkten Exportmöglichkeiten über die Strasse von Hormus.
Analysten sehen ein hohes Risiko für nachhaltige wirtschaftliche Schäden durch die geopolitische Lage.
Geopolitische und fundamentale Faktoren
Die Unsicherheit im Golfraum bleibt hoch. Nach der Tötung von Ajatollah Ali Chamenei hat sein Sohn Mojtaba Chamenei das Amt übernommen
und dürfte den konservativen Kurs fortsetzen. Zudem kündigte US-Präsident Trump an, die Militäraktionen gegen den Iran fortzuführen.
Diese Entwicklungen halten das Risiko von Lieferausfällen auf einem erhöhten Niveau.
Angebotslage und OPEC-Massnahmen
Irak, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate drosseln ihre Fördermengen, teils wegen begrenzter Lagerkapazitäten.
Saudi-Arabien weicht für seine Exporte auf alternative Routen aus, während die Internationale Energieagentur (IEA) eine Freigabe strategischer Reserven derzeit nicht für nötig hält.
Die OPEC+ plant für April eine leichte Produktionssteigerung, die die angespannten Märkte nur begrenzt entlasten dürfte.
Weitere Markteinflüsse
US-Ausnahmen für Rohölimporte Indiens aus Russland, geopolitische Meldungen und Produktionskürzungen in China wirken unterstützend.
Die Börsen starten überwiegend fest, während technische Indikatoren auf eine neutral bis bullishe Marktlage hindeuten.
Preisentwicklung und Inlandsausblick
ICE Gasoil für März lag zuletzt bei 1.324,50 USD, Brent bei 108,62 USD.
Für Schweizer Heizölkunden ergibt sich aktuell ein rechnerisches Preisplus von rund 15 bis 17 CHF pro 100 Liter im Vergleich zum Freitagvormittag.